Seminar Dr. Matthias Hoffmann. Gesellschaftlicher Zusammenhalt und seine Gefährdungen
Seminar
Gesellschaftlicher Zusammenhalt und seine Gefährdungen
Die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt wird gegenwärtig häufig gestellt. Handelt es sich bei unserer deutschen Gegenwartsgesellschaft um eine zunehmend polarisierte Gesellschaft? Ist es bereits eine gespaltene Gesellschaft? Oder anders gefragt: Was braucht es, um eine gesellschaftliche Spaltung zu verhindern? An diesen Fragen haben sich in der jüngsten Vergangenheit einige soziologische Debatten entzündet, die über den engeren Fachdiskurs hinaus Beachtung gefunden haben. Im Seminar wollen wir uns an Textauszügen und punktuell mit den Beiträgen und Positionen von Steffen Mau/Thomas Lux/Linus Westheuser in ihrem Buch „Triggerpunkte“, mit Andreas Reckwitz Diagnosen in „Das Ende der Illusionen“ sowie mit Hartmut Rosas kontrovers diskutiertem Vorschlag von „Resonanz“ als der entscheidenden Weltbeziehung beschäftigen. Zu Beginn wollen wir in einem kurzen Rückgriff auf klassische soziologische Theorien jedoch zunächst der Frage nachgehen, was denn überhaupt unter „gesellschaftlichem Zusammenhalt“ zu verstehen ist.
Inhalte:
- Was ist unter gesellschaftlichem Zusammenhalt zu verstehen?
- Triggerpunkte der deutschen Gegenwartsgesellschaft
- Ambivalenzen der Moderne
- Resonanz – inwiefern fördern oder behindern gesellschaftliche Bedingungen gelingende Beziehungen?
Dr. Matthias Hoffmann
studierte Soziologie und Philosophie in Trier und wurde bei Alois Hahn mit einer Arbeit über die "Angst vor dem sozialen Sterben" promoviert. Nach Stationen an den Universitäten Trier und Kaiserslautern seit 2019 Referent bei der Arbeitskammer des Saarlandes für Arbeitspolitik. Beschäftigt sich dort schwerpunktmäßig mit der Transformation der Arbeitswelt und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft hinsichtlich der Zunahme von sozialer Ungleichheit und den Gefahren für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
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