BÖLL & HOFSTÄTTER in der STIFTUNG DEMOKRATIE SAARLAND: Die Übersetzerin Elisabeth Edl im Gespräch mit Tilla Fuchs zu George Sands „Nanon“

Die Übersetzerin Elisabeth Edl im Gespräch mit Tilla Fuchs zu George Sands „Nanon“

Revolution ist Männersache? Nein! Denn George Sand, die unkonventionelle, provozierende Frau unter den französischen Klassikern, erzählt es anders: Nanon ist vierzehn, als 1789 die Revolution losbricht und alle Stände niederreißt. Das Bauernmädchen, eine Leibeigene, wird Zeugin und Akteurin in einem der größten Umbrüche der Geschichte. Als Mädchen noch Analphabetin, schreibt Nanon im Alter ihr Leben auf: die packende Emanzipations und Bildungsgeschichte einer Frau in einem männlich geprägten Jahrhundert. Neben ihren vielfach ausgezeichneten Neuübersetzungen von Stendhal und Flaubert präsentiert Elisabeth Edl jetzt diese reich kommentierte Ausgabe einer der großen Schriftstellerinnen der Weltliteratur. Das Buch sei, schreibt Iris Radisch in Die Zeit, „eine große Wiederentdeckung, ein Rohdiamant.“

George Sand (1804-1876), schrieb zahlreiche Romane und Theaterstücke. Ihre Werke und ihre unkonventionelle Lebensweise machten sie bald zu einer bekannten, auch skandalisierten öffentlichen Person und zur erfolgreichsten Autorin ihrer Zeit. Heute gilt sie als eine der ersten engagierten Schriftstellerinnen in der Weltliteratur.

Moderation: Tilla Fuchs (SR2)

Eine Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Saar und Ludwig Hofstätter sowie SR2 Kulturradio im Rahmen der Lesereihe BÖLL & HOFSTÄTTER in der Stiftung Demokratie Saarland.

Wichtiger Hinweis

Die Eintrittskarten (8 Euro, erm. 5 Euro) erhalten Sie in der Buchhandlung St. Johann, Kronenstraße 6, 66111 Saarbrücken, Tel.: 0681-95805464 oder über: buchhandlung.st.johann@t-online.de

  • 03. Juni 2026 | 19:00 Uhr
  • Politische Akademie der SDS 
    Europaallee 18 
    66113 Saarbrücken


Elisabeth Edl

geb. 1956, ist eine österreichische Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin. Sie studierte in Graz Germanistik und Romanistik, war von 1983 bis 1995 an der Universität Poitiers Lektorin für deutsche Sprache und Literatur sowie Lehrbeauftragte an der École Supérieure de Commerce. Parallel dazu begann sie, französische Werke des 20. Jahrhunderts ins Deutsche zu übersetzen. Für ihre Übersetzungen und kommentierten Ausgaben französischer Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter Stendhal, Gustave Flaubert, Julien Green, Patrick Modiano und Philippe Jaccottet, erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, etwa 1994 mit Wolfgang Matz den Petrarca-Übersetzerpreis, 2006 den Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung, 2009 den Chevalier de l‘Ordre des Arts et des Lettres oder 2025 den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis. Seit 2009 ist Edl ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Bei der Lektüre von Edls Übersetzungen lese man oft „besseres, vielfältigeres und reicheres Deutsch als [...] bei der Lektüre deutscher Autoren“, so Andreas Isenschmid im Hanser-Autorenporträt.

calendar_clock Datum & Zeit
Beginn:
03.06.2026 19:00 Uhr
Ende:
15.06.2026 21:00 Uhr
pin_drop Veranstaltungsort

Stiftung Demokratie Saarland
Europaallee 18
66113 Saarbrücken
Deutschland

sell Eintrittspreis
8.- €/5.- € Vormerkungen bitte über die Buchhandlung St. Johann, Kronenstr. 6, 66111 Saarbrücken
Die Übersetzerin Elisabeth Edl im Gespräch mit Tilla Fuchs zu George Sands „Nanon“