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ISBN/EAN: 978-3-88747-420-1
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
01.09.2025
01.09.2025
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
200 S., 2 Illustr., Vorsatz: Landschaftsbild, Nach
200 S., 2 Illustr., Vorsatz: Landschaftsbild, Nach
Format (T/L/B):
2.2 x 22.2 x 14.8 cm
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Hersteller:
Transit Buchverlag
Gudrun Fröba
transit@transit-verlag.de
Postfach 120307
DE 10593 Berlin
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Beschreibung
Ursprünglich gründeten Mennoniten aus Westpreußen Ende des 18. Jahrhunderts auf Einladung der Zarin Katharina der Großen deutsche Kolonien im Russischen Zarenreich, vor allem im Gebiet der heutigen Ukraine, entlang des Flusses Molotschna und auf der Krim. Sie bekamen Land, Autonomie und Religionsfreiheit zugesichert. Bis Ende 1917 blieben die Männer von der Wehrpflicht befreit, da der Dienst an der Waffe gegen ihre religiöse Überzeugung verstoßen hätte. Mit der Februarrevolution endete auch die Erfolgsgeschichte der deutschen Siedler. Im darauffolgenden Bürgerkrieg mussten viele Mennoniten fliehen, verloren Land und Besitz. Unter Stalin endete die Religionsfreiheit, Kirchen und Schulen wurden geschlossen, Gemeinden enteignet und aufgelöst. Später, nach dem deutschen Überfall 1941 auf die Sowjetunion, wurden die Familien 'hinter den Ural', nach Sibirien oder Nordkasachstan deportiert; viele verhungerten, viele wurden als 'Verräter' hingerichtet. Die deutsche Sprache wurde verboten. Erst unter Chruschtschow wurden die Deutschen rehabilitiert. Wer überlebt hatte, konnte Sibirien verlassen und sich in Kasachstan oder Kirgisien niederlassen. Dort lebten die Mennoniten mit anderen deutschen Siedlern, mit Russen, Kirgisen oder Tschetschenen zusammen, besuchten die gleichen Schulen und sprachen Russisch - blieben aber weiterhin als 'Feinde' stigmatisiert.