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ISBN/EAN: 978-3-85132-343-6
Einband: kartoniertes Buch
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Übersetzer:
Jürgen Brankel
Auflage:
1. Auflage 2020
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
156 S.
Format (T/L/B):
1.5 x 20.3 x 12.5 cm

Hersteller:
Turia + Kant
gpsr@turia.at
Leopoldsgasse 14
AT 1020 Wien


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Ethik

Versuch über das Bewusstsein des Bösen

15,00 €

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Beschreibung

Badiou geht von zwei Tendenzen der Ethik aus: dem Kantschen Begriff der Ethik, der - im Sinn des autonomen Subjekts der westlichen Welt - nach einer Regel sucht, die autonomes Handeln sicherstellen kann, und dem Ethik-Begriff von Lévinas, der an der Sorge um den je Anderen orientiert ist. Beide verfehlen aber die ursprüngliche Frage der Ethik: Was ist das Böse, was das Gute? Badious Erörterung des Bösen als einer Ausprägung des Nihilismus, der Zufriedenheit mit dem Status Quo und des Selbstbetrugs, bringt eine neue Dynamik in den Begriff der Ethik. Von dieser aus erscheint auch der Gegensatz von Kant und Lévinas, die Fetischisierung des autonomen Subjekts und der kulturellen Differenzen, überwindbar. Ein Interview des Übersetzers mit Alain Badiou rundet das Bild der Badiouschen Ethik ab.

Über Alain Badiou

Alain Badiou, 1937 in Rabat, Marokko, geboren, Philosoph, Dramaturg und Schriftsteller, unterrichtet an der Universität Paris VIII Vincennes und am Collège international de philosophie in Paris. Bei Turia + Kant erschien von ihm: Beiträge in 'Politik der Wahrheit' (gemeinsam mit Jacques Rancière1997, 2007), 'Manifest für die Philosophie' (1998), 'Kleines Handbuch zur In-Ästehtik' (2001), 'Gott ist tot' (2002), 'Ethik' (2003) und 'Das Konzept des Modells' (2009). Jürgen Brankel (1943-2013), studierte Literaturwissenschaft und Philosophie und schloss mit einem Doktorat an der Sorbonne und mit dem Staatsexamen in Hamburg ab. Seit den 1990er Jahren widmete er sich ausschließlich der wissenschaftlichen Forschung und Übersetzungen aus dem Spanischen und Französischen. Für Turia + Kant übersetzte er v.a. Vladimir Jankélévitch und Auguste Comte.