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ISBN/EAN: 978-3-7374-1271-1
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2025
1. Auflage 2025
Erschienen am:
16.11.2025
16.11.2025
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
224 S.
224 S.
Format (T/L/B):
2.2 x 20.5 x 13.4 cm
2.2 x 20.5 x 13.4 cm
Hersteller:
Verlagshaus Römerweg GmbH
Lothar Wekel
info@verlagshausroemerweg.de
Römerweg 10
DE 65187 Wiesbaden
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Der Deutsch-Dänische Krieg 1864
1864 - Der erste der drei deutschen Einigungskriege - Neue marixwissen 21, marixwissen 21
15,00 €
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Beschreibung
Als der erste der drei Einigungskriege ging der sogenannte 'Deutsch-Dänische Krieg' von 1864 in die Geschichte ein. In dem vorliegenden Überblickswerk beleuchtet Jochen Oppermann den Konflikt auf unterschiedlichen Ebenen. Der Autor stellt nicht nur die Entwicklung dar, die zu dem blutigen Konflikt führte, sondern er beschäftigt sich auch mit den technischen Neuerungen dieses Krieges. Erstmals treffen moderne Waffen in direkter Konfrontation auf veraltete Systeme - Bajonettangriffe brechen im Schnellfeuer zusammen, ein eisernes Dampfschiff macht Jagd auf kleinere, mit Segel betriebene Boote. Erste Seeminen versuchen, eine maritime Landung zu verhindern. In Laufgräben und Unterständen suchen Infanteristen Schutz vor dem, was man im Ersten Weltkrieg als Trommelfeuer in weitaus höherem Ausmaß kennen und fürchten lernen sollte. Doch nicht nur die Kriegsführung, sondern auch die medizinische Versorgung entwickeln sich weiter - zum ersten Mal in der Geschichte stehen Sanitäter und ein Lazarett unter dem von allen Kriegsbeteiligten anerkannten Schutz des Roten Kreuzes. Insofern kann der Konflikt um Schleswig und Holstein nicht als kleinere Scharmützel im Vorfeld der Kriege des deutschen Bunds gegen Preußen 1866 und gegen Frankreich 1870/71 abgetan, sondern muss als düsteres foreshadowing der folgenden Kriege begriffen werden.
Leseprobe
In jener Nacht, als die Dänen in aller Heimlichkeit abmarschierten, schlichen sich östlich von Missunde gegen 4 Uhr morgens die ersten preußischen Soldaten an das Ufer der Schlei. Sie hatten nicht nur die ganze Nacht im Dunklen gefroren, sie hatten auch nichts zu essen bekommen, da die Nachschubwagen nicht über die vereisten Straßen zu ihnen gelangt waren. Hinzu kam die Furcht, von den Dänen auf dem jenseitigen Ufer entdeckt zu werden. In Ruderbooten mussten die ersten Soldaten in der stockdunklen Nacht möglichst lautlos hinüberrudern, während am diesseitigen Ufer die ersten Pontons vorbereitet wurden. Nicht wenige litten unter den widrigen Umständen und der Furcht, an einem Himmelfahrtskommando teilzunehmen, wie der Jäger Wilhelm Kleinheidt in seinem Tagebuch schreibt: 'Wir marschierten immer fort, bis daß wir abends gegen 9 ½ Uhr in der Gegend von Copperby, einem Dorf zwischen Arnis und Kappeln [] ein Biwak beziehen mußten. [] alles biwakierte, und zwar ohne Feuer und Stroh, damit wir uns nicht selbst den Dänen verrieten. Es war ein großes freies Feld, auf welchem der Schnee einen starken Fuß hoch lag denn es hatte während des ganzen Marsches fast fortwährend geschneit. Ein scharfer Nordwestwind wehte, und wir waren infolge des beschwerlichen Marsches sehr müde und naß geschwitzt. [] Wir [] setzten uns, einer neben und gegen den anderen, und versuchten so, etwas auszuruhen. Diejenigen, welche in der Mitte saßen, hatten es ziemlich gut, aber die an der äußersten Nordwestseite Sitzenden konnten es nicht lange dort aushalten; sie standen daher auf und setzten sich an die entgegengesetzte Seite. Nachts gegen 12 ½ Uhr wurden wir an die Gewehre gerufen; wir mußten [] uns marschfertig machen. [] Als wir nun angetreten waren, marschierten wir bis diesseits Kappeln. Hier sollte dann der Uebergang über die Schlei in Pontons stattfinden []. Als die ersten Pontons ungefähr an der anderen Seite sein konnten, herrschte diesseits eine lautlose Stille. Man hörte das Anlegen der Kähne, aber keinen Schuß. Dies ließ darauf schließen, daß sich kein Feind mehr vorfand.' (Kleinheidt, S.3) Ähnlich überrascht und wohl auch erleichtert waren die Österreicher weiter westlich. Der Generalstabsoffizier Wilhelm Ritter Gründorf von Zebegény (1832-1920) schreibt über den Befehl zur Stürmung des Danewerks: 'Diese Angriff muß als ein an Wahnsinn grenzendes Unternehmen bezeichnet werden, wenn man erwägt, daß der ganze Boden, der zwischen uns und der dänischen Befestigungslinie lag, aus Moorgrund bestand, der nur halb gefroren und von einer fußhohen Schneeschicht bedeckt war. Die Operationen auf diesem Terrain schienen nicht nur schwierig, sondern auch höchst bedenklich.' (Ritter Gründorf von Zebegény, S.198)