Bettina Zimmermann: con tutta forza. Bernd Alois Zimmermann – ein persönliches Portrait

Hochschule für Musik Saar und Buchhandlung St. Johann

 

BUCHVORSTELLUNG am Sonntag, 3. Februar um 11 Uhr in der Buchhandlung

 

 

BETTINA ZIMMERMANN/RAINER PETERS

 

con tutta forza

 

BERND ALOIS ZIMMERMANN. EIN PERSÖNLICHES PORTRÄT

 

Bettina Zimmermann und Bernd Alois Zimmermann

 

 

Bernd Alois Zimmerman. Er war einer der bedeutendsten deutschen Komponisten der Avantgarde, der seinen persönlichen Kompositionsstil durch die Auseinandersetzung mit der freien Atonalität, der Zwölftonmusik und schließlich der seriellen Musik fand. Er wurde am 20. März 1918 in Bliesheim geboren. Ab 1929 besuchte er die katholische Privatschule im Kloster Steinfeld. Nach deren Schließung 1936 durch die Nationalsozialisten wechselte Zimmermann an das staatliche Gymnasium in Köln und legte dort 1937 das Abitur ab. Er hatte ein Jahr Reichsarbeitsdienst abzuleisten, dann begann er in Bonn ein Lehrerstudium. Im Wintersemester 1938/39 schrieb er sich schließlich an der Kölner Musikhochschule für Schulmusik, Musikwissenschaft und Komposition ein, wurde aber schon 1940 zur Wehrmacht eingezogen. 1942 nahm er sein Studium wieder auf, nachdem er wegen einer Hautkrankheit entlassen werden musste. Nach Kriegsende war Zimmermann freischaffender Komponist, besuchte die Kranichsteiner/Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik und war als Lektor im musikwissenschaftlichen Institut der Universität Köln tätig. 1957 und 1964 erhielt er jeweils ein Stipendium für die Villa Massimo in Rom. 1958 wurde Zimmermann als Nachfolger von Frank Martin Professor für Komposition an der Musikhochschule Köln und etablierte sich als anerkannter Komponist. 1960 wurde er mit dem Großen Kunstpreis von Nordrhein-Westfalen, 1966 mit dem Kunstpreis der Stadt Köln geehrt und wurde 1965 Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Zimmermann wurde zunehmend depressiv, ein Augenleiden verschlimmerte zusätzlich seinen psychischen Zustand. Am 10. August 1970 nahm sich der Komponist das Leben. Er hinterließ kein allzu umfangreiches, dafür aber ein umso bedeutenderes Œuvre, darunter ein Konzert für Violine (1950), ein Konzert für Oboe (1952), ein Konzert für Trompete (Nobody knows the trouble I see, 1954), ein Requiem für einen jungen Dichter (1969) sowie eine Oper (Die Soldaten, 1965), die als bedeutendste Oper nach Alban Bergs Wozzeck gilt. (FAZ)

Am 10. August 1970 hatte er sich selbst das Leben genommen, nachdem er bekannte: "Ich kann nicht mehr komponieren". Mit ihrem Buch "Con tutta forza" hat seine Tochter Bettina das Leben und Wirken ihres Vaters aufgearbeitet, und zeigt auch die heiteren, sonnigen, glücklichen Momente von Bernd Alois Zimmermann. (SR2)

 

Bild: Wolke Verlag

Als Bernd Alois Zimmermann starb, war Bettina achtzehn Jahre alt. Ihr Buch ist das Ergebnis einer akribischen Spurensuche nach ihrem Vater. Dabei gelingt es ihr, unterstützt von dem Zimmermann-Experten Rainer Peters, die verbreitete einseitige Sicht auf einen zerquälten Schmerzensmann zu korrigieren und ein vielschichtiges Gesamtbild entstehen zu lassen, ohne für sich die absolute Deutungshoheit zu beanspruchen.

 

 

Ich bitte um Rückmeldung, wenn Sie an dieser Veranstaltung teilnehmen möchten. Eintritt wird nicht erhoben.

 

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Herzliche Grüße!

 

Ludwig Hofstätter

03.02.2019 - 11:00 bis 12:30
Buchhandlung St. Johann, Kronenstr. 6, 66111 Saarbrücken
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung: 0681-95805464 oder buechergaertner@t-online.de

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